von jochen » Mittwoch 11. August 2010, 13:26
Hallo Zara,
was ich lange nicht verstanden habe ist, dass die Depression auch ihren Krankheitsgewinn hat. Bei mir zum Beispiel konnte ich mich vor schwierigen Aufgaben drücken, oder andere machten ganz meine Arbeit.
Ansonsten besteht eine Depression aus zwei Fasen, der Euphorischen und danach kommt der schlimme Teil. Ich nahm lange Schadstoffen, wie Aufputschmittel, Alkohol usw. um die eine Seite zu leben, aber irgendwann war Schluss und die ganzen Schadstoffe mussten wieder raus.
Für mich waren es auch gleichzeitig Entzugserscheinungen. Der stoffliche Entzug ist bei mir nicht so schlimm, wie der seelische. Das heißt von einer mich schädigende Person.
Eine Beziehung die ein die Hölle auf Erden beschert, wo alles persönliche probiert und investiert wird, Manipulation und emotionale Erpressung statt finde, wo es ein Wunder ist, wenn man lebend herauskommt, das nicht enden darf und soll, weil man schon so viel investiert hat und das Gleiche mit einer anderen nicht noch mal erleben möchte, wenn dann aber die Einsicht kommt, kommen noch mal ewig dauernde schlaflose Nächte und dann der Zusammenbruch.
Ohne Tabletten machst du das nur ein Mal mit, da die Schmerzen als Antriebsmotor dienen, das nicht noch einmal zu machen und die Zusammenhänge zu begreifen, denn ich habe es beim ersten Mal mit Tabletten im Nachhinein als nicht so schlimm empfunden und durfte es noch Mal genießen.
Trotzdem habe ich nur soviel gelitten, wie proportional mein Selbstbild erhöht war. Auch ein Ego um das sich das ganze Universum dreht wird geboren, und vergeht wieder, aber psychologische Astrologie hat mir da schon viel geholfen.
Heut sind es keine Depressionen mehr die ich habe, Verstimmungen in denen ich die Muster wieder erkenne und drüber lachen kann, das war es dann schon.
Herzliche Grüße
Jochen