Leben in der Matrix

Was ist der Mensch? Was ist der Sinn des Lebens? Diskutiere hier über Gott
und die Welt. Frage nach den Wahrheiten hinter der erkennbaren Realität.

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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Montag 8. März 2010, 00:09

Zu allem Überfluß mußte ich dann auch noch mit dem Meckerfritzen die 30 km bis zum Bahnhof fahren, allerdings hatte er sich nun beruhigt.
Meinem damaligen Freund erzählte ich nichts darüber, anderen auch nicht.
Eine der bei dem Seminar anwesenden Studentinnen gab dann einige Wochen später mal ein Essen, wo die ganze Blage nochmal zusammen war; da ich mir die Namen aber nicht aufgeschrieben habe und mit diesen später nie mehr was zu tun hatte, weiß ich sie nicht mehr.
Wohl 1998 (oder war es 97?) fuhr ich nochmal hin, diesmal war außer dem Hausmädchen und ihrem Sohn und ihr keiner da. Der vielleicht 12jährige Sohn begrüßte mich mit „ich bin nicht schuld!“. Die Küche war, große Enttäuschung, völlig umgebaut, nur ein Schränkchen, das gewiß x mal verrutscht worden war und das ich deshalb als Versteck für ungeeignet angesehen hatte, war noch da. Imgrunde hätte ich da gerade auf dem Absatz kehrt machen können, blieb aber noch wie angesagt, unterhielt mich höflich und bohrte nicht so sehr nach. Die Küche war wohl schon 1, 2 Jahre später umgebaut worden, also zu einer Zeit, als ich keine Möglichkeit hatte, dort hinzufahren.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Montag 8. März 2010, 12:08

2 Sachen, die mich dann später als eine Art Deja-Vu aufregten, noch dazu:
Ich hatte 1993 beim Vorspulen in meinem Leben einmal mich in einem indischen Restaurant sitzen sehen, mit einer Zeitung in der Hand. Der Artikel war illustriert mit einem Atompilz, es war klar, daß es um Indien und Pakistan ging. Der Artikel rollte aber ständig hin und her, mal „fängt Indien Atomkrieg an?“, mal „fängt Pakistan Atomkrieg an?“ (nicht wörtlich, nur sinngemäß). Wer es auslöst, stand 1993 also offenbar nicht fest. 1998 saß ich in einem indischen Restaurant und las die Zeitung, es war ein Artikel illustriert mit einem Atompilz drin. Ich erinnerte mich daran, daß ich die Situation schonmal gesehen hatte, das Restaurant war allerdings etwas anders eingerichtet, als in dem Bild.
Ich hatte auch die neue Wohnung, in der ich nun wohne, teilweise gesehen, allerdings stimmte das nicht richtig. In einem Zimmer erwartete ich ein bestimmtes Muster an der Decke. Das kam auch tatsächlich unter viel Farbe zum Vorschein, es war aber nicht an den Seiten des Raums, an denen ich es erwartet hatte, sondern an den anderen.
Allerdings habe ich, was mein Leben betraf, noch einiges andere gesehen (etwa eine Wohnung, in die ich nicht gezogen bin usw.), was dann wohl eher periphere Möglichkeiten waren.
Das ist manchmal arg mühsam, wenn einem so ausgearbeitete Vorstellungen befallen, dies dann garnicht braucht. An diesem Punkt bin ich noch am üben (nicht zu früh zuviel Energie in die Ausarbeitung von Vorstellungen zu stecken, aber wenn nötig die richtigen Vorstellungen zu entwickeln), aber glücklicherweise klappt das zumindest bei meiner Arbeit diesbezüglich immer besser. Was aber auch daran liegt, daß ich mit den Leuten ganz gut klarkomme.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Montag 8. März 2010, 22:18

Tja, warum erzähle ich das alles. Zum einen, weil ich nun genug Abstand dazu habe, daß ich das meiste davon, abzüglich der Streitereien, in eine für Leser annehmbare Form bringen kann, zum anderen, weil hier in diesem Forum die Leute mit Achtsamkeit, Liebe und Respekt miteinander umgehen, und hier keiner von vornherein Partei ist.
Ich habe 17 Jahre versucht, das mal aufzuschreiben, nun habe ich es getan.

Wie gesagt, die Psychose hatte ich erst 2 Jahre später; die war recht anders, eine solche Klarheit wie an diesem Abend 1993 war da nicht gegeben.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon friedolin » Donnerstag 11. März 2010, 01:07

ich finde diese erlebnisse die du beschreibst wirklich interessant, finde es auch gut dass du uns daran teilhaben lässt!

was mich interessieren würde ist, wenn du an diese erlebnisse denkst, dadurch dass sie ja sehr intensiv waren, ob du wieder diese gefühle bekommst?
ich kenne solche erlebnisse nicht in so starker form, und auch nicht wirklich als paranormal sondern eher als psychotische symptome...und wenn ich mich an sie stärker erinnere kommt bei mir angst auf...das ich diese gefühle wieder bekomme!

lg friedolin
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon winisanexperiment » Sonntag 14. März 2010, 16:50

bevor ich mir das durchlese würde ich gerne wissen ob du da eindeutig ersichtlich Psychosesymptome beschreibst oder
ob du zweifelhafte Übernatürliche Phänomene beschreibst und glaubst du
wärst garnicht krank.

Ich will keinen Schaden davon bekommen, nicht böse sein!
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon Laura » Montag 15. März 2010, 02:11

Hallo winisanexperiment!

Siempres mutige Offenbarung hatte mich schon halb motiviert, hier auch etwas von meinen seltsamen Erlebnissen preiszugeben. Ich suchte noch nach dem richtigen Moment, ein paar Dinge so zu beschreiben, dass es nicht ausufert und nicht zu "abgedreht" klingt. Wenn ich das bei anderen Gelegenheiten getan haben, kam von irgend einer Ecke von Betroffenen immer mindestens eine abwertende Reaktion. Ich wurde z. B. als Lügnerin hingestellt oder als hätte ich irgendwann unter Alkohol oder Drogen gestanden oder halt die übliche Keule, nach der alles in die Schizophrenie gepackt wird. Ich hatte dabei immer das Gefühl, dass sich andere Betroffene mir gegenüber als "normaler als jeder Normalo" aufführen und sich quasi auf meine Kosten profilieren wollten. Ich erzähle also schon seit langer Zeit nur sehr selten von meinen Erlebnissen. Allein mein Betreuer hat da 'nen guten Überblick und der händelt das eben nicht auf eine abwiegelnde oder gegenredende Weise. Ich hatte allerdings noch nicht daran gedacht, dass wenn ich sowas anderen Betroffenen erzählte, dies sie verunsichern könnte. Komischerweise dachte ich das aber bei Ärzten, wenn die mir da schnell das Wort abwürgten, dass die in ihrem Weltbild leicht verunsichert waren, wenn auch alles als so hingestellt wurde, dass deren Verfahrensweise nur zu meinem Besten sei, dass es ihre Aufgabe sei, mich in die Realität zurückzuholen.

Nun gut, Du hast mich auf einen neuen Gedanken gebracht. Wir Psychotiker können uns über die Gemeinsamkeiten einigen, die Unterschiede verunischern uns aber anscheinend umso mehr. Ich kann nur sagen, da ich selbst unglaubliche Dinge erlebt habe, ohne dem esoterischen Bereich nahezustehen, finde ich siempres Schilderungen zwar ungewöhnlich, aber dennoch plausibel und glaubwürdig. Ich sehe es so: Nur wenigen Leuten passieren solch unglaublichen Dinge, ähnlich wie in einem Fantasy- oder Science-Fiction-Film und natürlich wirkt das befremdlich auf diejenigen, für die die Realität weiterhin so bleibt, wie sie immer für sie war. Man muss es wohl selbst erlebt haben, um es glauben zu können, aber es passiert eben nur ganz wenigen Menschen. Kommt dann noch die Psychosediagnose hinzu, wird's erst recht heikel. Aber aus meiner Sicht kann ich es mir nicht verkneifen anzumerken, dass es ätzend ist, solche Dinge fast ununterbrochen mit sich selbst ausmachen zu müssen. Man steht so allein damit da. Ich finde es seher mutig von siempre, dass sie es hier erzählt hat, denn ich kann mir denken, dass sie auch schon so ihre negativen feedbacks bekommen hat.

Natürlich weiß ich, dass ich Psychosen hatte, dass da mein Bewusstsein anders getickt hat und dass das kein erstrebenswerter Zustand für die Dauer ist. Der Krankheitswert ist für mich schon allein in meiner Dauerdepressivität gegeben. Ich kann einiges aus meinen Psychosen als halluziniert und falsch assoziiert abtun. Es gibt darüber hinaus aber auch viele Dinge bei mir, die selbst für schizophrene Verhältnisse ziemlich eigenartig sind. Bin ich damit dauerpsychotisch, wie mich mal eine Mitbetroffene nannte? Ich denke nicht, zwar laufe ich mit einem riesengroßen Traum durch die Weltgeschichte und warte auf Erfüllung, lasse mich aber immer wieder an den grauen Alltag erinnern und mache auch brav in ihm mit.

Übrigens haben mir ein Sozialarbeiter und ein Psychiater auch schon von derartig ungewöhnlichen Erlebnissen erzählt. Bei ihnen waren es einmalige Angelegenheiten und sie wurden dadurch nicht psychotisch. Vielleicht sind es Serien wie "Akte X" oder Romane/Filme wie "Solaris" oder überhaupt das Dingens, dass in Romanen und Filmen übersinnlichen Dingen gerne mal ein Gruselfaktor beigemischt wird, dass dieses Thema Menschen Angst macht, sobald es unter dem Vorzeichen "tatsächlich erlebt" geschildert wird. In meinem Fall waren es aber keine gruseligen Dinge, die mir passiert sind, sondern sie waren eher drollig. Und wenn dann mal nach Beweisen gefragt wird....auch die kann man zerreden....

Es ist aber schon schwierig für mich, in der Einsamkeit des Schweigens leben zu müssen. Dass die abwehrenden Reaktionen für mich zwar irgendwie absehbar waren, ist mir kaum ein Trost. Ich kenne ja auch nicht das große Weltgeschehen, was hier das große Eigentliche ist, aber vom Schweigenmüssen kann man auch Schaden nehmen.

Also bei mir ist es eine Mischung aus Psychose und seltsamen Begebenheiten. Ich kenne auch den Begriff "Erklärungswahn", aber Außenstehende haben dann als Pendant einen großen Erklärungseifer. Ich kann mich Menschen aber nicht wirklich nahe fühlen, wenn ich sie nicht zumindest teilweise in mein Geheimnis einweihen kann. Die Art, andere einzuweihen, muss möglichst geschickt erfolgen, denn ich möchte ja weiterhin für einen vernunftbegabten, ernstzunehmenden Menschen gehalten werden. Aber da habe ich im rl schon mal die Erfahrung gemacht, dass das umso befremdlicher auf jemanden wirkte, dass ich also verrückt und gesund zugleich für ihn war und ich somit in keine seiner Schubladen passte. Er fand mich "krass". Keine Basis für eine nähere Bekanntschaft also.

Das musste ich jetzt mal loswerden, ohne mit meinen eigenen Erlebnissen auszupacken.

Liebe Grüße

Laura
Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode (Shakespeare)
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon winisanexperiment » Montag 15. März 2010, 19:30

Ich sage ja nicht dass man sich nicht generell austauschen kann und sollte, nur das man vielleicht ein paar Vorwarnungen machen könnte,
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon Aleshanee » Mittwoch 17. März 2010, 08:07

@ Laura: Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst, zumindest in dem Punkt, sich allein gelassen und unverstanden zu fühlen. Seit ich mir (vor Jahren) ein wohl recht ungewöhnliches WEltbild bzw. eine etwas unkonventionelle Weltsicht zugelegt habe, merke ich, dass man mit vielen Leuten über etwas, das anders ist als sie glauben wollen, nicht reden kann. Es geht dabei nicht um Ufo´s oder etwas in der Art, sondern um die Menschen und ihre Geschichte, woher wir kommen, wofür wir da sind, und wohin wir gehen ... könnte man sagen. Ich hab mir da im Lauf der Jahre eine, sagen wir mal, "eigenwillige" Meinung gebildet, die ich aber eigentlich mit niemandem teilen kann. Weil sie niemand versteht, und somit auch niemand hören will.
Sie ist halt sehr gesellschaftskritisch und entgegen fast allem, was die Gesellschaft als richtig und gut ansieht und spricht vieles an, womit die Menschen gelernt haben, sich abzufinden und sie einfach nicht hören wollen, um sich damit nicht auseinandersetzen zu müssen.
Ich wollte dir damit nur sagen, dass du damit nicht allein bist und ich kann verstehen, wie belastend es sein kann, sich mit niemandem über einem nahe gehenden Themen auseinandersetzen zu können.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Dienstag 30. März 2010, 22:09

@Winisan: Ich dachte eigentlich, die Geschichte unter dem „Matrix“-Film einzustellen sei vorsichtig genug, denn der ist ja nun auch eher schwere Kost, weil er heftige philosophische Fragen aufwirft nach dem Bewußtsein und der Determiniertheit. Ansonsten habe ich mich über meine Psychosen, wie ich finde, hier schon recht ausführlich verbreitet und auch über meinen Umgang mit Medikamenten. Die Geschichte, die ich erlebt habe, habe ich aber die ganzen 17 Jahre niemals am Stück erzählen können, nur mal winzige Bruchstücke davon einer Freundin, und ein paar Andeutungen 10 Jahre später gegenüber Freunden. Und ich will sie eben mal am Stück erzählt haben.
@friedolin: hm..also weder das Hellsehen noch das Leuchten war bei mir mit besonderen Gefühlen verbunden, das passierte halt einfach so im Laufe des Gesprächs bzw. während des Tanzens in der Disko. Mir fielen sozusagen absichtslos Worte aus dem Mund und ich merkte danach, daß das so wohl stimmte. Psychose war da deutlich anders, da wurde ja alles mit überragender Bedeutung aufgeladen. Angst habe ich nur vor Psychosen und Verzweiflung, weil das wirklich übel ist; wenn einen Leute darum angehen, ihnen vorherzusehen, kann man einfach ablehnen und ihnen deutlich machen, daß das eher belastend als hilfreich für sie ist. Unendlich anstrengend sind jedoch die Schreck- und Abwehrreaktionen bei den meisten Leuten, wenn sie sowas mal erleben, darüber mag ich auch nach wie vor nicht reden (abgesehen von den kurzen Andeutungen, die ich gemacht habe), weil mich dieser Kampf damals immer noch zu sehr aufwühlt. Schließlich gibts noch diese Mischungen aus Psychosen und Halbwahrheiten oder was das ist, die sind sehr verunsichernd und die zähle ich eigentlich auch eher unter Psychose und Privataberglaube, weil sie so bedeutungsvoll daherkommen.
@Laura: danke für dein Verständnis. Du sprichst aus, was das grundsätzliche Problem dabei ist, darüber zu reden. Ich finde, Du hast das ganz gut angerissen. – Grundsätzlich ist es halt so, daß man erstmal ein gewisses Vertrauen in sein Gegenüber haben muß, um so etwas Sperriges überhaupt mitzuteilen; die Normalsituation ist heftige Abwehr, in verschiedenen Formen. Zum Teil ist die berechtigt, weil es die Zuhörer überfordert, zum Teil ist es aber auch einfach die Faulheit, sein Weltbild zu ändern.
@Aleshanee: hm, naja, kann es sein, daß deine Weltsicht ziemlich misanthropisch ist?

Grüße
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon Aleshanee » Mittwoch 31. März 2010, 11:54

@ Siempre: Ja, das kann vielleicht so rüberkommen, ist aber nicht so. Ich achte und respektiere jeden Menschen, so wie er ist. Das hat ganz einfach auch mit den Erfahrungen und Menschen zu tun, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich kennengelernt habe. Viele davon sind in diese "GEsellschaftsnormen" verstrickt und ich kann fühlen, wie sie darunter leiden - nur sind sie damit aufgewachsen und können es gar nicht sehen / begreifen.
Die Gesellschaftsstruktur, die wir haben, mit der kann ich nur leider nichts anfangen. Ich glaube, dass jeder Mensch die Liebe und den Respekt anderen gegenüber in sich trägt, sich leider die Entwicklung etwas verselbständigt hat und viele "in der Gesellschaft verfangen" sind, und das Gespür dafür verloren haben.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Donnerstag 1. April 2010, 00:11

@Aleshanee: kann sein, daß ich einfach mehr Glück hatte im Verschaffen von Freiräumen, vielleicht bin ich aber auch einfach unbekümmerter (im Sinn von "mir doch egal") gegenüber solchem Zeugs wie Gesellschaftsstrukturen oder -normen (recht abstrakt, naja). Wirklich quälend finde ich eigentlich nur unverträgliche Menschen, am schlimmsten in Haufenform, und wenn ich zu denen keinen erträglichen Abstand herstellen kann. Die meisten sind mit Abstand aushaltbar, aber man braucht auch ein paar wenige, mit denen man sich austauschen kann. Abgesehen von denen, die man liebt, natürlich. Mit denen man sich mitunter aus Rücksichtnahme nicht so austauschen kann wie mit Fremden.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon LowCash » Samstag 12. Juni 2010, 19:34

In ner Psychose hab ich mich mal als neo behauptet^^ Ansonsten erinere ich mich oft in der city einem kontinuum gegnüberzustehen, das heisst, ich + das bewusstsein der breiten masse, auch wenns das nur schlecht beschreibt, für mich wars real und ich hatte probleme damit. Zum Glück ist das heute nicht mehr so :)
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Samstag 12. Juni 2010, 23:55

@LowCash: so 2, 3mal hatte ich in Psychosen auch das Gefühl, "das System frißt mich auf". Ich fühlte mich von der Technik verfolgt, von Automaten umzingelt, bzw. ausgesogen. Etwa wenn ich in einem modernen Aufzug saß, oder Steckdosen erblickte, oder Straßenlampen. Naja. In gewisser ängstlich-assoziativer Weise wurde mir dabei halt einfach deutlich, in welch hohem Maße wir von Infrastruktur umgeben sind.
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon LowCash » Sonntag 13. Juni 2010, 19:20

Aber heute is aber wieder alles in ordnung? Schade das mal wieder niemand da im chat ist =(
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Re: Leben in der Matrix

Beitragvon siempre » Sonntag 13. Juni 2010, 21:45

Ja, schon lange. Im Normalfall bin ich wenig schreckhaft gegenüber Elektrik, daß da immer Kabel zu meinen Füßen herumlungern, kratzt mich im allgemeinen null. Könnte sonst ja nicht die ganze Woche am Computer sitzen, wenn es nicht so wäre. Mein verstorbener Nachbar, der U-Bahn-Fahrer, saß jahrzehntelang über elektrischen Aggregaten und ist alt geworden - bei Tag und gelassenem Verstand nehme ich Elektrik nicht wichtig, freue mich allenfalls über solche Dinge wie ein elektrisches Rührgerät, mit dem das Teigrühren so schön mühelos geht. Aber, eben, Psychose ist anders. Man wird da überaufmerksam für Sachen, die man sonst eigentlich kaum beachtet, und bei mir geht das immer mit einer gewissen Paranoia einher. Man wird sozusagen emotional geflutet auf eine gewisse Art. -
Habe gesehen, daß Du einen Thread aufgemacht hast zu Psychoseerleben, was ich ganz gut finde, denn es hat mir damals in der Klinik sehr geholfen, die psychotischen Erlebnisse von anderen zu hören, um meine besser einordnen zu können. Deswegen wäre es wohl ganz gut, wenn wir hier im Forum dazu auch etwas mehr schreiben würden. Ich bin aber z.Zt. nicht so gut in der Lage, darüber zu erzählen, weil mir vieles nicht mehr so präsent ist, weil ich es halt im Laufe der Jahre als für mich relativ unwichtig einsortiert habe. Aber wenn jemand was anspricht, was ähnlich meinem ist (so wie Du hier eben), erinnere ich mich schon wieder, wenn auch nicht mehr so genau. D.h. ich kann Dir z.Zt. nur dann mehr erzählen, wenn Du mir ein bißchen eine Vorlage gibst (am besten in dem Psychoseerleben-Thread, damit mans auch findet), und ich kann eher so einzelne Anekdoten erzählen, nicht im Zusammenhang.
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