Schizophrenie - aber welche ...

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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Freitag 5. Februar 2010, 08:41

Nein, er war vorher noch nicht bei einem Psychiater.

Wir hatten ja vorher schon Probleme und ich wusste, dass er irgendetwas hat und es durch eine Therapie vielleicht herauskäme.
Deshalb hab ich ihn zuerst zu einer Beratungsstelle geschickt. Dort sind Psychologen für das Erstgespräch. Er wollte dort alleine hin, deshalb hab ich da gar nicht mehr nachgefragt.
Nach 1/2 - 1 Jahr haben wir es dann noch mal versucht. Er hatte direkt bei einem Psychologen einen Termin ausgemacht und ich bin mitgefahren. Mein Mann hätte auch nichts dagegen gehabt, dass ich mit reinkomme, aber dem Psychologen wars nicht recht.

Deshalb hab ich jetzt gleich am Telefon gesagt, wir würden gerne zusammen kommen, um dem vorzubeugen. Und die war jetzt so nett, da war das gar kein Problem. Allerdings leiten die einen ja dann an einen geeigneten Psychologen weiter - mal sehen, wie es dann ist. Wir werden auf jeden Fall betonen, dass wir auf eine Zusammenarbeit sehr viel Wert legen (zwischen Psychologen, meinem Mann und mir)

Meine Therapeutin hat mir gesagt, dass das sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Obwohl gerade in seinem Fall (Psychose, Schizophrenie) das Gespräch mit Partner/Angehörige wichtig ist, da wir bzw. ich ja vieles anders wahrnehme als er oder an ihm bemerke, die er gar nicht mitkriegt.
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Serendipity » Freitag 5. Februar 2010, 12:27

Hallo Aleshanee :)

Ich hab über Psychotherapien gelesen, daß manche Therapeuten nur Einzeltherapien machen, weil es ja um die Erfahrungswelt des Betroffenen geht. Sobald noch andere dabei sind, entstehen da wieder Dynamiken und Probleme, die vom Betroffenen ablenken können.

Gerade bei Schizophrenie wird ja immer wieder Familientherapie empfohlen, weil die Störung als Zeichen dafür gedeutet wird, daß das System als ganzes sich verändern muß.

Sehr schwierig das ganze, sehr schwierig.

Ich hab übrigens nie eine Therapie gemacht, bin durch meine Beziehung zu Christus seit 10 Jahren stabil.

Alles Liebe,
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon siempre » Dienstag 9. Februar 2010, 01:34

Also Familientherapie erscheint mir ja erstmal nicht so recht einleuchtend, denn ob man einen Kranken aushalten muß oder ob man selbst krank ist (und das oftmals erstmal garnicht einsieht), sind doch ziemlich verschiedene Sachen. Ob man die so einfach unter einen Hut bringt, weiß ich nicht. Ich hatte Psychotherapie als Einzeltherapie mit einer Psychologin psychoanalytischer Richtung; mir wars schließlich etwas zu tief gebohrt (Stichwort "Gefälligkeitsträume"), aber die Zeit mit der Gesprächstherapie rechne ich ihr hoch an, ich brauchte unbedingt jemanden mit dem ich über meinen Zustand reden und viel jammern konnte (ist schwer auszuhalten). Eben wegen letzterem habe ich Zweifel an Familientherapie, weil die Angehörigen das Gejammer eh schon haben, wie sollen sie dann auch noch das tiefe Elend anhören, das einer von sich gibt, der eben richtig drinhängt.
Ich hätte es jedenfalls mit meiner Familie noch weniger ausgehalten als so schon.
Aber das ist halt meins und meine Situation, bei anderen kanns vielleicht auch anders sein.
Ich denk halt nur auch an die Alkis, bei deren Angehörigen immer die Gefahr der Co-Abhängigkeit besteht, und könnte mir vorstellen, daß das bei Schizophrenie nicht viel anders läuft, mit Pech.

Grüße
siempre
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Dienstag 9. Februar 2010, 09:10

Hi Siempre,

ja Co-Abhängigkeit besteht leider - schon lange ;)
Bin ja jetzt seit einigen Wochen selber in Therapie, geht einigermaßen gut voran.

Ich denke Familientherapie wäre vor allem auch wegen den Kindern wichtig, um ihnen klarzumachen, um welche Krankheit es sich handelt, warum der "Kranke" manchmal so ist wie er eben ist, und wie man am besten damit umgehen kann. Natürlich zusätzlich zur Therapie für denjenigen, der krank ist, wo er für sich selbst Hilfe findet.
In der Familientherapie sollte es ja nur um die Zusammenhänge und die Dynamik innerhalb der Familie gehen und wie man damit umgeht.
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon siempre » Dienstag 9. Februar 2010, 22:18

Ach so meinst Du das, einerseits Familie und andererseits Krankentherapie. Ja, doch, so könnte es schon hinkommen, so dünkt es mich auch sinnvoll.
Ihr habt schon einiges mitgemacht, darüber reden zu können, wie man damit umgeht bzw. in Zukunft umgeht, ist schon gut. Dachte schon -nur- Familientherapie, das allein würde nicht funktionieren, weil der Kranke erstmal selber einsehen muß, daß er was hat. Und das geht schlecht vor den Augen der Familie, damit muß man erstmal selber klarkommen, erst später danach kann man wieder auf die Familie zugehen.

Viel Erfolg, ich hoffe, es klappt!
siempre
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