von Aleshanee » Mittwoch 10. Februar 2010, 21:18
Hab zwar keine eigenen Erfahrungen damit, aber ich hab bei meinem Mann beobachten können, dass es ihm immer, wenn er Arbeit hatte, besser ging.
Er hat seine Arbeit zwar nie lange behalten, Gründe waren nie bekannt - wir haben es immer darauf geschoben, dass es Zeitarbeitsfirmen waren und die Moral von diesen Firmen leider meist darin lag, nach 2-3 Monaten neue Leute einzustellen. Ich kann nicht sagen, obs wirklich an der Firma lag oder an meinem Mann, ich weiß nur, dass die Beschäftigung, bzw. etwas zu tun, was ihm Spaß macht und wobei er geschätzt wurde, gut getan hat.
Bevor das mit seiner Krankheit rauskam, hab ich seine depressive Stimmung und das ganze darauf rausgeschoben, dass er nichts hat, wo er sich beweisen kann. Wo er zeigen kann, dass er auch zu was nütze ist. Er weiß halt oft nichts mit sich anzufangen, ihm wird langweilig zu Hause - was ja nachvollziehbar ist. Wann und wieviel er arbeiten kann, weiß ich auch noch nicht. Momentan ist er nochmal krank geschrieben worden. Hab auch noch keine Ahnung, wie das weitergehen wird ...
Ich denke, man muss abwägen, wie viel man sich selbst zumuten kann, aber auch, dass es vielleicht doch guttut, mal unter die Leute zu kommen und vielleicht erstmal eine Arbeit zu finden, die nicht zuviel von einem abverlangt, wo man sich aber gut aufgehoben fühlt und auch das Gefühl hat, was zu tun was einem Spaß macht und die Arbeit auch anerkannt wird, die man leistet.
Aber ist wohl schwierig, da was passendes zu finden ...