Negativsymptome

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Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Dienstag 29. Dezember 2009, 13:49

Hallo,

ich habe es ja in anderen Threats bereits angedeutet, ich leide zu Zeit unter ausgeprägten Negativsymptomen, vor allem Depression. Nun wollte ich mal fragen, ob es unter euch jemanden gibt, der zusätzlich zu den Antipsychotischen Mitteln auch etwas gegen die Depression einimmt. Ich nehme zur Zeit gegen die Psychose 800mg Amisulprid täglich und sonst nur ab und zu etwas Johanniskraut (mit dem Arzt abgesprochen). Vor einem dreiviertel Jahr habe ich es mal zusätzlich mit Paroxetin probiert, aber es hat mich in den ersten Tagen etwas unruhig gemacht und da habe ich es wieder abgesetzt. Hätte ich einfach länger warten sollen? Ich habe gehört, dass manche Nebenwirkungen nur am Anfang auftreten. Oder kennt jemand von euch noch ein anderes Mittel? Der Psychiater hat mir damals erzählt, dass Paroxetin die Wirkung von Amisulprid beeinträchtigen könnte, also ein höheres Risiko eines Rückfalles gäbe.
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Re: Negativsymptome

Beitragvon Aleshanee » Dienstag 29. Dezember 2009, 13:54

Hallo rainer69,

ich habe zwar keine Ahnung von den "chemischen" Medis, aber Johanniskraut ab und zu nehmen bringt eigentlich nichts. Die Wirkung von Johanniskraut tritt eigentlich erst nach 4-6 Wochen auf, und man sollte schon 900 mg Johanniskraut pro Tag nehmen. Ich würde den Arzt nochmal fragen, ob das mit den anderen Medikamenten, die du nimmst, in Ordnung geht. Ich nehm selbst Johanniskraut und bei mir wirkt sich das sehr positiv aus.

LG
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Re: Negativsymptome

Beitragvon friedolin » Dienstag 29. Dezember 2009, 13:59

ich nehme keine antidepressiva mehr..hab aber damals cipralex zu den zyprexa dazugenommen... hat mir etwas geholfen
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Re: Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Dienstag 29. Dezember 2009, 14:22

Hallo,

meine derzeitige Stimmung könnte tatsächlich zu Teil darauf zurückzuführen sein, dass ich kürzlich eine Pause beim Einnehmen von Johanniskraut gemacht habe. Ich nehme es erst seit zwei Wochen wieder (850mg täglich). Naja, vielleicht sollte ich einfach abwarten.
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Re: Negativsymptome

Beitragvon winisanexperiment » Dienstag 29. Dezember 2009, 21:23

ich nehme 225mg EffectinER
das zeug ist saugut, depression wie weggeblasen
um es mal mit kraftausdrücken zu sagen
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Re: Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Mittwoch 30. Dezember 2009, 13:54

Also, ich habe mich jetzt entschlossen, deswegen doch noch mal den Psychiater zu befragen. Ich bekomme seit einer Woche absolut nichts mehr auf die Reihe und mein unruhiger Schlaf ist auch nicht gerade besser geworden. Ich schleppe mich eigentlich nur noch durch den Tag.
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Re: Negativsymptome

Beitragvon Aleshanee » Mittwoch 30. Dezember 2009, 14:06

Ja, denke das ist auch besser so. Bevor du dich tagelang rumschleppst, ohne dass sich was ändert - lieber mal nachfragen. Ich wünsch dir alles Gute, dass es bald besser wird. Und rutsch trotzdem gut ins Neue Jahr!
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Re: Negativsymptome

Beitragvon Nadl » Mittwoch 30. Dezember 2009, 16:43

hallo rainer
ich hatte auch depressionen und konnte gar nicht mehr gut sehen und alles wahrnehmen so richtig im hier und jetzt sein mich konzentrieren auf eine sache ... und nehme cipralex seit dem gehts mir viel besser :D
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Re: Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Montag 4. Januar 2010, 16:55

Hat jemand von euch zufällig Erfahrung mit Lichtherapie? Da es im Winter bei mir immer am schlimmsten ist, habe ich überlegt, sowas zu machen, aber ich habe auch gelesen, wenn man Psychopharmaka einnimmt, sollte man vorher den Arzt fragen. Zumindest scheint es irgendwie so zu sein, dass mein alljährliches Wintertief die Psychose beeinflusst. Im Sommer habe ich seltener Rückfälle. Ich kann mich momentan sogar konkret an keinen Rückfall erinnern, den ich je im Sommer gehabt hätte.

Edit: Mir fällt gerade ein, zumindest einen leichten hatte ich mal. Aber dabei ist es im Sommer bis jetzt geblieben,
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Re: Negativsymptome

Beitragvon Renate » Mittwoch 13. Januar 2010, 15:37

Manche medikamente können die Lichtempfindlichkeit verändern, das bezieht sich auf die UVA und UVB-Strahlen, die Sonnenbrand hervorrufen können - die sollten in einer Lichttherapielampe aber eh nicht enthalten sein - ist aber sehr wohl bei den Solarien dabei - das kann man daher nicht empfehlen (erhöhte hautkrebsgefahr). Johanniskraut z.B erhöht die Lichtempfindlichkeit.
Liebe grüße
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Re: Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Sonntag 7. März 2010, 04:26

Kennt das eigentlich einer von euch, dass, wenn man nichts zu tun hat, sich der Schlafrythmus so verschiebt, dass man total zur Nachteule wird? Bei mir ist das zur Zeit ziehmlich extrem. Meistens normalisiert sich das zwar von selbst wieder, aber das dauert dann manchmal schon einige Wochen. Es hat ja jetzt einige schöne Tage (wettermäßig) gegeben, und die habe ich total verschlafen. Mein Bruder hat dieses Symptom auch ein wenig, aber nicht ganz so ausgeprägt (aber am Wochenende bis 4 Uhr morgens aufbleiben ist für ihn auch kein Problem). Liegt vielleicht daran, dass er Freiberufler ist, und sich seine Arbeit einteilen kann. Bei mir kann es vielleicht auch daran liegen, dass ich ein totaler Internet-Junky bin. Da vergisst man manchmal die Zeit. Jedenfalls scheint diese Nachtaktivität auch meine Depression ungünstig zu beeinflussen. Aber irgendwie fehlt mir auch der Antrieb dagegen anzukämpfen.
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Re: Negativsymptome

Beitragvon siempre » Sonntag 7. März 2010, 19:05

Ja, ich kenn das und nannte es "Studentenkrankheit". Die durchschlagende Lösung kenn ich auch nicht, aber eine Kombination von Tageslicht (Nachtaktivität ist nicht gut, wenn man eh schon halber depressiv ist) und täglichem Termin, zu dem man tagsüber aus dem Haus muß, hilft eigentlich halbwegs dabei, den Rhythmus zu halten.

Grüße
siempre
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Re: Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Freitag 25. Juni 2010, 01:14

Es gab zwar glaube ich schon einen Thread dazu, aber ich hätte da die Frage, ob das Medikament Abilify gegen Negativsymptome hilft. In einem anderen Forum habe ich von jemanden gelesen, der damit gute Erfahrungen gemacht hat. Die depressive Stimmung ist zwar etwas besser geworden, aber die Tendenz, mich zurückzuziehen, ist immer noch recht ausgeprägt.
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Re: Negativsymptome

Beitragvon Renate » Freitag 25. Juni 2010, 12:49

Abilify ist speziell für negativsymptome zugelassen! Zusätzlich aktiv sein - tagsüber! - ist aber ganz dringend nötig, auch wenns schwer fällt! mit kleinen sachen anfangen, regelmäßig rausgehen (Tageslicht ist wichtig, bewegung ist wichtig) und langsam steigern, sich selbst für jede aktivität loben!
Liebe grüße
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Re: Negativsymptome

Beitragvon rainer69 » Freitag 25. Juni 2010, 23:39

Danke für die Antwort. Ich nehme ja bisher Amisulprid, und trage mich mit dem Gedanken, meinen Psychiater nach Abilify zu fragen. Mal sehen, was der dazu sagt.
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