Schizophrenie - aber welche ...

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Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Samstag 30. Januar 2010, 01:15

Ich hab mich grad durch einige Artikel über Schizophrenien gelesen.
Bei meinem Mann wurde ja nach dem Klinikaufenthalt "paranoide Schizophrenie" festgestellt.

Allerdings glaube ich, dass das gerade die Wahnvorstellungen und Halluzinationen vor allem bei der Psychose sehr ausgeprägt waren.
Ich hab viel über die letzten Jahre nachgedacht und ich bin mir sicher, dass er schon länger krank ist, aber dabei nicht die Halluzinationen so im Vordergrund stehen. Ich erkenne viele Symptome auch aus anderen Arten der Schizophrenie bei ihm, was mich etwas verwirrt und verunsichert hat. Auch weil ich gelesen habe, dass dann auch andere Behandlungsmethoden / Medikamente zu nehmen sind.

Der Psychiater, bei dem er ist, hat nur beim ersten Besuch mit ihm gesprochen - jetzt soll er nur alle 2 Wochen zum Spritzen (Depotspritze) hingehen, ohne Termin -> ohne Gespräch: sollten da nicht auch Untersuchungen stattfinden? EKG und sowas?
Langt dem Psychiater die Diagnose aus dem KKH, ohne weiter nachzufragen?

Ich wollte mich auch eigentlich mal bei dem Psychiater melden und mit ihm sprechen, allerdings ist mir die Methode so unsympathisch, das ich mir schon überlegt habe, nicht gleich zu einem anderen zu gehen.

Bin grad etwas verunsichert ...
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon admin » Samstag 30. Januar 2010, 02:56

Otto Fritz ich bitte dich Werbung zu unterlassen! Du kannst den Link gerne einmal unter der Kategorie Links posten... aber nicht unsere Plattform zuspammen!

Danke
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Serendipity » Samstag 30. Januar 2010, 18:38

Hallo Otto Fritz :D

Ich habe nach 10jähriger Schizophrenie-Erfahrung auch durch Christus Symptomfreiheit erfahren.
Seit August 2000 keine psychotischen Symptome mehr.
Hoff, es geht Dir gut.

lg Serendipity

:mrgreen:
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Serendipity » Samstag 30. Januar 2010, 18:47

Hallo aleshanee,

soviel ich weiß, gibt es bei allen Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis Neuroleptika als Medikation.
Also keine spezielle Differenzierung. Präparate wirken bei jedem anders und müssen deshalb ausgetestet werden.

Die Bezeichnung paranoide Schizophrenie ist ja nur eine genauere Bestimmung der Schizophrenie: Paranoia als hervorstechendes Symptom. Die Leute, die ich kenne, haben aber alle verschiedenste Symptome.

Die Auseinandersetzung mit den Dingen, die in letzter Zeit passiert sind, finde ich wichtig.
Auch, daß Du als Angehörige Dich informierst!

Alles Liebe,
Serendipity :wink:
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Montag 1. Februar 2010, 09:48

Hi,

vielen Dank für die Antworten ;)

Aber müßte nicht auch EKG und sowas gemacht werden? Hab gelesen, dass bei Neuroleptika-Medikation immer Blutbild und EKG regelmäßig kontrolliert werden müssen ... wie ist das eure Erfahrung?
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon LowCash » Montag 1. Februar 2010, 10:03

Moin,
Es gibt Medikamente z.b. Leponex welche das Blutbild verändern können und daher regelmäßig das Blut kontrolliert werden muss! Desweiteren wird per Blutkontrolle der Medikamentenspiegel festgestellt. EKG's werden in der Regel auch gemacht, aber sehr selten. Diese Angaben sind natürlich ohne Gewähr.
Zum Hauptthema kann ich nur sagen: Eine zweite Meinung ist sicherlich nicht verkehrt. Es kann sein das dein Mann untersucht und diagnostiziert worden ist und nun abgewartet wird wie die Medis anschlagen. Ich würde auf jeden Fall am Ball bleiben, nicht das dein Mann, wie viele andere wohl auch auf dem Abstellgleis gelandet ist, von daher wäre Psychotherapie wohl sowieso gut aber was wohl wichtigr eist ist mit de mArzt im Kontakt zu bleiben.
MfG LowCash
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Montag 1. Februar 2010, 13:03

Also ich hab das hier gefunden, geltend für alle Neuroleptika - zumindest nach dem Artikel:

"Gibt es vorgeschriebene Routineuntersuchungen?

Es gibt Routineuntersuchungen. Sie sollten anfangs in zwei- bis vierwöchentlichen Abständen, später dann in größeren Intervallen erfolgen und Blutbild, Leber- und Nierenwerte kontrollieren. Ein Elektrokardiogramm (EKG) und ein Elektroenzephalogramm (EEG) zählen zu den Standards der Voruntersuchung."



Aber ich werd auf jeden Fall nochmal mit dem Arzt sprechen. Wenn da weiterhin nichts passiert, müssen wir uns halt einen anderen suchen ... :)
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Renate » Montag 1. Februar 2010, 13:49

hallo!
Neuroleptika werden bei allen Schizophrenien verwendet - es kommt auf die hauptsymptome an, welches präparat eingesetzt wird und dann natürlich wie der betroffene es verträgt, ob man bei diesem auch bleibt. es gibt eher beruhigende und angstlösende neuroleptika, die eher die Positivsymptomatik (halluzinationen, verfolgungsideen, unruhe, angst) behandeln und andere, die eher die negativsymptomatik (Antriebslosigkeit, gefühl der leere,..) erreichen und positiv verändern sollen. Allen gemeinsam ist, daß sie auf verschiedene bereiche des Dopaminsystems regulierend einwirken.
Wenn dein mann direkt aus dem spital entlassen zu einem Arzt geht, sollten eigentlich die aktuellen Spitalsbefunde genügen, aber in weiterer folge sind Kontrollen der blutwerte alle zwei drei Monate schon sehr zu empfehlen. EKG und EEG sollten aus dem spital vorliegen und müssen nicht so häufig widerholt werden. bei leponex müssen die blutkontrollen häufiger erfolgen!
Die verschiedenen Diagnoseuntergruppen entstehen durch die verschiedenen schwerpunkte der Symptome - paranoide schizophrenie = wahnhafte symptome stehen im vordergrund...
Allen gemeinsam sind die charakteristischen denkstörungen und Konzentrationsstörungen
Ermutige deinen mann, den arzt auf die Blutabnahmen anzusprechen - in welchen Abständen er die anordnet
liebe grüße
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Montag 1. Februar 2010, 19:31

Hallo Renate,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung, das werde ich machen. :)
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon siempre » Dienstag 2. Februar 2010, 01:21

Hallo Aleshanee,

also um EEG und EKG brauchst Du Dir keinen Kopf zu machen, Schizophrenie ist keine Herzkrankheit, eher eine Art Stoffwechselkrankheit. Blutbild ab und an kontrollieren reicht; ich bekomme seit Jahren Fluanxol und öfter als 1x im Jahr machen wir das nicht mehr. Kam auch nie was anderes bei raus als daß ich winters Erkältungen habe, was ich aber eh wußte. Wichtiger fände ich etwas mehr Gesprächsmöglichkeit für deinen Mann, ob Gruppe oder einzeln, damit er andere Ansprechpartner bekommt. Depotspritze klingt aber schonmal recht gut, wenn er das verträgt, denn damit hat man den Zirkus mit dem Tablettenvergessen nicht (das führt leicht dazu, daß man sich in eine zusätzliche Achterbahn reinschaukelt, einfach durch Tabletten vergessen).

Liebe Grüße
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Dienstag 2. Februar 2010, 08:42

siempre hat geschrieben:Hallo Aleshanee,

also um EEG und EKG brauchst Du Dir keinen Kopf zu machen, Schizophrenie ist keine Herzkrankheit, eher eine Art Stoffwechselkrankheit.


Ich weiß :)

Nur stand eben überall dabei, dass, wenn man mit Neuroleptika anfängt, dass wegen den Nebenwirkungen kontrollieren sollte. Also wegen den Medis und nicht wegen der Krankheit.

Aber wenn das alles halb so wild ist, passt das schon.
Trotzdem gefällt mir die Art und Weise des Psychiaters nicht, bei dem mein Mann ist. Ich denke, gerade am Anfang, er kriegt ja Fluanxol jetzt erst seit 6 Wochen, sollte er doch Interesse zeigen und nachfragen, wie es ihm damit geht. Ob er damit klar kommt, obs zuviel ist oder zuwenig usw.
Wenn ich dem Arzt deswegen schon wieder nachlaufen muss, ... da such ich mir lieber gleich einen anderen.

Termin für ein Beratungsgespräch beim Psychologen haben wir jetzt auch endlich, leider lange Wartelisten. Aber es geht vorwärts :)
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon siempre » Mittwoch 3. Februar 2010, 21:39

gemach, gemach *gg*... 6 Wochen sind nicht lang, da hat sich gerade mal die eigentliche Wirkung des Zeugs überhaupt aufgebaut. Dosierung fein regeln dauert dann noch paar Monate...
Was ich aber verstehe, ist dein Unbehagen wegen der allzukurzen allzuseltenen Arztkontakte. Ich finde eigentlich auch, daß das etwas mehr sein sollte als 1x in 6 Wochen, gerade am Anfang, wenn dein Freund noch nicht lange aus der Klinik ist und noch keinen Psychotherapeuten hat.
Daß er jetzt Gespräche mit Psychotheapeuten angeht, ist jedenfalls sehr gut. Ich hoffe, daß er schnell auf jemanden stößt, zu dem er Vertrauen hat und mit dem er kann.

Alles Gute
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon siempre » Mittwoch 3. Februar 2010, 21:50

(Nachtrag) Der Arzt kann halt jetzt erstmal nichts tun, nur abwarten, bis das Fluanxol wirkt. Und dann beim 2. und 3.mal nochmal. Von seinen Interventionsmöglichkeiten her ist das so schon stimmig. Einmal ein Zwischentermin zum gut zureden (ist anstrengend, hilft aber längerfristig) wär aber schon nicht verkehrt.
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon Aleshanee » Donnerstag 4. Februar 2010, 10:44

Ja, danke, Siempre, ich werd mich da mal um einen Termin kümmern :)


Für den Psychologen gibts bei uns in der Stadt zwei Anlaufstellen. Ich habe nicht direkt bei einem Psychologen angerufen, sondern bei einer "Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse". Dort führt man ein erstes Beratungsgespräch durch, dann folgen evtl. noch zwei weitere. Danach verweisen die "den Patienten" an einen geeigneten Psychologen, der momentan auch Zeit hat. Und die haben eben erst im April den nächsten freien Termin.

Mein Mann war letztes Jahr schonmal bei der anderen Stelle, da hatten wir innerhalb von zwei Wochen einen Termin. Allerdings war er dort alleine (noch vor seiner Psychose) und ich glaube, er hat sich bei diesem Gespräch "rausgeredet", bzw. hat halt gesagt, er hätte keine Probleme und ihm gehts gut. Deshalb ist damals nichts weitergegangen und ich konnte ihn auch nicht dazu bewegen, nochmal hinzugehen.

Deshalb habe ich jetzt extra schon am Telefon gesagt, dass wir beide zu einem Gespräch kommen wollen und ob das auch in Ordnung geht.

Bei einem anderen Psychologen, wo er schon einmal war, wollte der Arzt nicht, dass ich mit zu dem Gespräch komme.
Was ich einerseits verstehen konnte, andererseits - da mein Mann nichts dagegen hatte - auch blöd fand, weil ich genau wusste, dass mein Mann alles "schön redet", wenn er alleine ist. Bzw. auch nicht wirklich sagt, was Sache ist.
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Re: Schizophrenie - aber welche ...

Beitragvon siempre » Donnerstag 4. Februar 2010, 18:55

Erstaunt mich ja jetzt ein bißchen, daß ausgerechnet die Psychoanalytiker offen sind für ein Gespräch, bei dem Du mitkommst, ich kenn die sonst als sehr stark patientenzentriert, und hätte eher bei denen so einen Fehlschlag erwartet wie Du ihn schilderst.
Was waren denn die anderen, bei denen er zuerst war und meinte, er habe nichts? Ging das von deren Beratungsstelle aus, daß Du da nicht mit sollst oder vom Arzt (Psychiater, als "weiterleitende Instanz")?

Gruß
siempre
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